O Filofax, O Filofax …

O Filofax, O Filofax …

O Filofax, O Filofax … wie bunt sind deine Farben…! Mein „Nikolausi“ hat mir am Wochenende eine große Freude bereitet. Schön bunt, schrill und tierleidfrei war da auf einmal ein wunderschöner Filofax.

Wer Filofax nicht kennt, hat sich noch nicht mit professionellen Jahresplanern beschäftigt. Von vielen belächelt, von anderen gesammelt, hat er sich seit fast 100 Jahre zu einem Kultobjekt gemausert. Die Firma hat schon seit ihrer Gründung 1921 unzählige Menschen zu einer besseren Zeitplanung verholfen. Manche werden sagen: braucht man überhaupt noch ein Papierkalender im Zeitalter von Smartphone, Tablets und anderen digitalen Spielereien? Die Frage ist aber, welches Werkzeug ist das beste für deine Arbeit und deine Planung? Auch ich habe ein Smartphone und trage in meinem Google-Kalender alle Termine ein. Das große Problem ist aber, dass ich mir dazu kaum Notizen machen oder Unterlagen vorbereiten kann. Somit komme ich mit einem Papier-Kalender viel besser klar.

Eines hat Filofax schon positiv bewirkt. Ich verbringe viel weniger Zeit auf Facebook, wo ich permanent auf der Suche nach dem ultimativen Tipp oder nach dem schmackhafsten Rohkostrezept war, oder einfach seitenweise durchblätternd in unzähligen Foren und „Freundes“-Leben durchstöbere. Man kann schon sagen, dass ich Facebook-süchtig geworden bin. Ich habe aber schon länger gemerkt, dass es mir nicht gut tut, dass ich dadurch zu viel Zeit vergeude und … es bringt mir im Endeffekt gar nicht so viel.

Die Ereignisse des letzten Monats in Paris mit all den negativen Nachrichten, Verschwörungstheorien, unpassenden Kommentare oder Fremdenhaß haben mich so traurig und wütend gestimmt, dass ich mir gerade eine Facebook-Pause gönne. Ich poste natürlich weiter aber ich werde mir feste Zeiten einräumen und aufhören, „beliebig“ durch Facebook zu scrollen.

Nichtsdestotrotz habe ich ein neues Spielfeld mit Suchtgefahr entdeckt und es heißt FILOFAX. Schön bunt, schön schrill, so wie ich es mag.

Filofax NellyWarum es gerade jetzt für mich so besonders und interessant geworden ist? Wer mich kennt, weiß vielleicht, dass ich ein Listenfan bin. Was nicht unbedingt heißt, dass ich durchorganisiert bin. Im Gegenteil. Es herrscht manchmal schon viel Wirrwarr in mein Gehirn. Ein wenig paradox muss ich zugeben. Aber ich liebe Pläne, Strukturen – aus denen ich gerne ausbreche 🙂 – und Richtlinien. Nun habe ich es bisher kaum geschafft, mir solche Pläne zu erarbeiten, denn es verläuft bei mir eher alles sehr spontan.

Das stört mich aber in letzter Zeit immer mehr und ich merke, wie ich mehr Struktur in mein Leben brauche, damit das Ganze nicht mehr so stressig verläuft. Oh mein Gott, werde ich endlich erwachsen?. Nein, weit gefehlt. Das will ich eigentlich gar nicht.

Ich will immer noch die 5-jährige Göre bleiben, die in ihre Ecke schmollt, wenn sie beleidigt ist oder mit den Füßen stampft, wenn sie etwas nicht bekommt.

O Filofax, O Filofax ...Ich will die Girlie bleiben, die ihren Planer mit bunten Farben und Sticker beklebt und am liebsten überall Glitzer hätte.

O Filofax, O Filofax ...Ich will die bleiben, die noch Träume hat und sich über einen Sonnenuntergang so freuen kann, dass sie davon hunderte von Bildern schießt, um danach DAS perfekte Bild rauszusuchen.

O Filofax, O Filofax ...Ich will immer noch Engel in Wolkenformationen hinein interpretieren oder mich an einer grünen Wiese erfreuen.

O Filofax, O Filofax ...

Aber genug geträumt… zurück zum Filofax. Wer anfängt, sich damit zu beschäftigen, landet in zahlreichen Foren, Youtube-Videos und kann damit auch Stunden verbringen, um seinen perfekten Planer zusammen zu stellen. Wie ich Anfangs schon sagte. Auch Filofax hat Suchtpotenzial.

Inspiriert von Bloggerinnen wie Veronica von Pure Power Panda oder Andrea von Ordnungsrausch, verbringe ich gern ein paar Stunden bei einer schönen Tasse Tee und adventlicher Musik an meiner Jahresplanung, um mein Chaos im Hirn zu beseitigen und mit einem guten Gefühl das Jahr anzufangen.

Um auf die Listen zurück zu kommen. Mein Mann nennt mich seit 26 Jahren u.a. „Listen-Lady“. Was das angeht, bin ich noch harmlos. Wenn man das Internet durchstöbert, kommt man von einer Seite auf die nächste und entdeckt die tollsten Planungslisten, die man sich vorstellen kann, von denen viele kostenlos heruntergeladen werden können. Instagram bietet eine große Platform für Filomaniacs an. Dort tümmeln sich die schrillsten, buntesten Listen, die ich je gesehen habe.

So aber genug geschrieben für heute. Ich mache jetzt mein Filofax auf und werde ihn verschönern und so gestalten, dass er mich 2016 in einem gut geplanten „stressfreien“ Jahr begleitet. O Filofax, O Filofax… Es grüßt die „Filofax-Nelly“.

Womit planst du dein Jahr?

Aloha!

 

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One comment on “O Filofax, O Filofax …

  1. Ich hab ein Moleskine, der jedes Jahr vom Format größer wird. Da steht immer alles so drin. Was mich bewegte, was mich freute. Mit bunten Stiften, Positiv ist etc. Erinnerungen, die kein Smartphone speichern kann. Gegen die Facebooksucht hilft mir Buffer. Poste damit und tappe nicht in die FB Falle.

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