Meine Bedürfnisse und wie ich sie erkenne – Teil 1

Meine Bedürfnisse und wie ich sie erkenne – Teil 1

Ich freue mich heute ganz besonders eine Bloggerin als Gast zu haben. Ich kenne Carla von CARMA Coaching schon seit 3 Jahren und wir haben uns über die Rohkosternährung kennen gelernt. Sie und ihr Mann Marco helfen Menschen, in ihre Kraft zu kommen, indem sie ihre Bestimmung und Berufung finden und auf gesunde Art leben. Ich traf beide vor kurzem wieder in Hennweiler beim Gong-Bad (den Artikel kannst du hier lesen) und dort ist die Idee entstanden, Carla als Gastbloggerin für RohKöstlich zu gewinnen. Mit „Meine Bedürfnisse und wie ich sie erkenne – Teil 1“ ist sie meinem Wunsch nachgekommen. Ich schätze ihre Arbeit sehr und sehe mir immer gern ihre Videos über Persönlichkeitsentwicklung, Transformation oder Motivation an. Hier kannst du den CARMA Coaching-Kanal auf Youtube abonnieren. Nachfolgend ihr Gastbeitrag:

Meine Bedürfnisse und wie ich sie erkenne - Teil 1

Was sind eigentlich MEINE Bedürfnisse, wie kann ich sie erkennen und wer ist dafür zuständig sie zu erfüllen, fragt sich so mancher Erdenbewohner. In diesem ersten Teil möchte ich darauf Antworten finden und auf die Methode der Gewaltfreien Kommunikation Bezug nehmen und einen Schritt, der 4- stufigen Abfolge dieses Kommunikations- und Selbsterkenntniswerkzeuges erklären: Bedürfnisse erkennen.

Bedürfnisse sind in aller Munde, spätestens seit der eingangs erwähnten Methode nach Marshall B. Rosenberg, der Gewaltfreien Kommunikation.

Wenn wir unsere Bedürfnisse erkennen, werden wir uns dessen gewahr, was in uns lebendig ist und haben die Chance zu sehr viel Selbsterkenntnis zu gelangen.

Bedürfnisse und wie ich sie erkenne

Bedürfnisse gibt es viele und dennoch haben wir fast alle die gleichen, wenn auch in anderer Priorisierung.

Da gibt es das Bedürfnis nach:

  •   Ordnung und Sicherheit,
  •   nach Autonomie und Selbstbestimmung, nach Teilhabe,
  •   nach Liebe,
  •   nach Anerkennung,
  •   nach Ästhetik,
  •   nach “Gesehen- werden”,
  •   nach Kommunikation,
  •   nach Ehrlichkeit,
  •   nach Respekt,
  •   nach Sexualität,
  •   nach Selbstverwirklichung,
  •   nach Empathie etc.

Wie erkenne ich nun meine Bedürfnisse und was habe ich eigentlich davon, wenn ich sie kenne?

UND: Ist es nicht egoistisch, wenn ich immer an MEINE Bedürfnisse denke?

Meine Bedürfnisse und wie ich sie erkenne - Teil 1

Sind die ANDEREN eigentlich dafür zuständig meine Bedürfnisse zu erfüllen?

Zunächst möchte ich sagen, dass ich vor vielen Jahren die Methode der GFK nach Rosenberg entdeckt habe und in diesem Zusammenhang das erste Mal bewusst das Wort Bedürfnis wahrnahm.

Bedürfnisse hatte ich vorher zwar auch, aber irgendwie waren sie mir nie so bewusst und wie die meisten Menschen, hatte auch ich oft den Satz, zumindest sinngemäß, zu hören bekommen: “Was du willst interessiert nicht!” oder “Du hast nichts zu wollen!”, den wohl jeder von euch auch kennt.

Als ich also das erste Mal bewusst darüber nachdachte, welche Bedürfnisse ich eigentlich hatte, war ich schon etwas älter. In der Schule hatten wir nicht darüber geredet und ich fragte mich dann, WIESO eigentlich nicht?

Ist das nicht etwas ganz ELEMENTARES, dass jeder Mensch wissen sollte, wieso verdammt noch mal erzählt uns das niemand, wie vielen Menschen und Beziehungen könnte geholfen werden, dadurch, dass Mann oder Frau oder Kind wüssten, welche Bedürfnisse sie eigentlich haben?

Ich war zunächst sehr wütend und je länger ich mich damit beschäftigte, wich die Wut einer tiefen Dankbarkeit darüber, dass ich durch die GFK und damit die Beachtung meiner Bedürfnisse plötzlich eine andere Variante kennengelernt hatte, meine Beziehung zu mir selbst und anderen zu betrachten.

Was bringt es mir wenn ich meine Bedürfnisse kenne?

Wenn ich meine Bedürfnisse kenne, dann weiß ich was in mir lebendig ist, lerne mich kennen und muss meine Themen nicht auf andere Menschen projizieren, vorausgesetzt, ich halte es aus, zu meinen Bedürfnissen zu stehen.

Das schafft starke Beziehungen. Keiner ist abhängig vom ANDEREN und jeder schaut erst einmal nach sich, frei nach dem Motto: Wenn JEDE/R für sich sorgt, ist für jeden gesorgt!

Meine Bedürfnisse und wie ich sie erkenne - Teil 1

Wie gehe ich nun also genau vor, beim Erkennen meiner Bedürfnisse?

Wenn wir in uns hinein lauschen, werden wir sehr bald herausfinden, welche Bedürfnisse uns wichtig sind und damit auch die der anderen Menschen erkennen und gelten lassen können, ohne sie direkt erfüllen zu müssen. Wir können prüfen, ob der Wunsch des anderen auch unserem entspricht und dann entscheiden.

Es geht hier erst einmal um SELBST- Empathie und dann auch um die Empathie anderen Menschen und Wesen gegenüber.

Wie mache ich das nun genau?

Ich spüre, höre, lausche in mich hinein! Was vernehme ich da in mir?

Was ist MIR gerade wichtig, was brauche ICH gerade?

Nehmen wir an, es ist das Bedürfnis nach Anerkennung. Wenn ich das erkenne, vielleicht sogar in mehreren Momenten, bemerke ich vielleicht, dass mir dies oft sehr wichtig ist und ich vielleicht sogar bisher sehr viel dafür getan habe Anerkennung im Außen zu kassieren oder einzufordern oder zu erwarten.

Weiter kann ich mich fragen: Was passierte, wenn dieses Bedürfnis NICHT erfüllt wurde in der Vergangenheit?

Habe ich mich verbogen, um die Anerkennung im AUSSEN zu bekommen, die ich mir wünschte und was hat es mir wirklich gebracht?

Habe ich andere Menschen unter Druck gesetzt oder manipuliert, damit sie mir Anerkennung schenkten? Wie fühlte sich das für mich an?

Welche Möglichkeiten hätte ich, mir selbst das Bedürfnis nach Anerkennung zu erfüllen?

Wie würde sich das anfühlen?

Wo in meinem Körper könnte ich das spüren?

Wie fühle ich mich, wenn andere Menschen Dinge von mir erwarten, von mir erwarteten, dass ich IHRE Bedürfnisse erfülle und vielleicht meine dabei übergehe? Kann ich, wenn ich dies bemerke, noch aus der reinen Freude am Geben heraus handeln?

Wie du nun sicher merkst, geht es bei den Bedürfnissen nicht darum, dass andere Menschen sie uns erfüllen, auch wenn wir uns das sooft wünschen.

Erwarten wir dies von ANDEREN, ist es eine Falle, die wir teuer bezahlen müssen, denn wir werden meist ent-täuscht.

Wer hat welche Bedürfnisse?

Da wir Menschen verschieden und jeder einzigartig ist, priorisieren wir auch verschiedene Bedürfnisse, wenn wir auch im Grunde die GLEICHEN haben.

So kann man sich verschiedene Systeme anschauen, die einem weiterhelfen können, Bedürfnisse, die vielleicht durch Erziehung, Prägung und weitere Störungen auf unserem Weg verschüttet gingen.

Eine Möglichkeit ist die Astrologie. Hier werden uns 12 Archetypen präsentiert, die uns einen ersten Eindruck vermitteln, welche Bedürfnisse uns bewegen. Auch das Enneagramm, bietet uns einen Einblick in Charaktertypen und deren Bedürfnisse.

Beide Themen werde ich in den Folgeartikeln auf unserer Homepage www.carmacoaching.de/blog aufgreifen.

Wenn du noch mehr über die GFK wissen möchtest, schaue gerne einmal hier: https://goo.gl/ohKb5M

Aloha und Namasté!

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