Warum 5 Minuten? Warum nur 1 Übung?

Warum 5 Minuten? Warum nur 1 Übung?

Heute am Sport-Samstag  von Kankunafit stellt sich die Frage: Warum 5 Minuten? Warum nur 1 Übung?

Es ist egal wie viele Minuten Du Dir aussuchst. Wir trainieren z.B. mit 7 Minuten, denn bei uns dreht sich alles um die Zahl 7.

Aber es ist nicht egal, dass Du eine Übung in diesen 5 Minuten andauernd wiederholst.

Nehmen wir das Beispiel aus dem Video: die Squats

Stell Dir vor, ich würde nun zu Dir sagen: „Mach mal bitte 66 Squats, jetzt auf der Stelle, ohne Pause!“ Denkst Du, Du würdest diese ohne Probleme schaffen?

Oder eventuell nach 30 Wiederholungen aufhören? Ich glaube nach spätestens 35-40 würden Deine Beine so brennen, dass Du aufhören würdest!

Dafür gibt es „5 minutes Tuesday“. Denn in diesen 5 Minuten wiederholst Du die Squats so oft Du eben kannst.

Das bedeutet im Klartext: Du fängst mit einem Squat an, machst eine kurze Pause, machst 2 Squats, kurze Pause, usw. Je mehr Wiederholungen Du machst, desto länger dürfen Deine Pausen sein.Warum 5 Minuten? Warum nur 1 Übung?

Am Ende der 5 Minuten bist Du vielleicht bei 11 Runden angekommen und das würde heißen, dass Du 66 Squats geschafft hast.

Ist doch super, oder? – Und natürlich kannst du das auf jede andere Übung übertragen, besonders auf die, die Du nicht so gerne machst!

Viel Spaß beim Mitmachen!

Deine Kerstin von Kankunafit

Faszien

So einfach ist es

So einfach ist es

Ja, wer hätte es gedacht? So einfach ist es eine Rohkost-Suppe zu machen, die auch noch schmeckt. Ein wenig Gemüse, Gewürze, Wasser… so einfach ist es. So nenne ich nämlich meine Suppe: die „So einfach ist es -Suppe“. Sie hat mir in meinen Rohkost-Anfängen geholfen abzunehmen und mich gesättigt.

Zugegeben, sie sieht nicht so toll aus und könnte farblich etwas ansprechender sein. Aber was soll’s, wenn’s denn schmeckt!

So einfach ist es Suppe02302

Es ist schon paradox oder? Diese Suppe enthält eine der fettesten Früchte und hilft beim Abnehmen:  „Die Avocado“. 160 Kalorien und 15 Gramm Fett stecken in einer 100 Gramm große Frucht.
Bei dem Fett handelt es sich um wertvolle ungesättigte Fettsäuren, die gut für den Körper sind und sich positiv auf den Blutfettspiegel auswirken – und außerdem sehr gut verdaulich sind.

Die Avocado ist reich an Omega-9-Fettsäuren, die wichtig sind, um den Spiegel des „schlechten“ LDL- (low-density Lipoprotein)-Cholesterins zu reduzieren und dagegen den HDL-(high-density Lipropotein)-Spiegel, das „gute“ Cholesterin zu erhöhen. Alles in allem hat die Avocado unheimlich viele positive Eigenschaften, zudem auch auf die Haut, da voll von Antioxidantien, die die schädlichen freien Radikalen entsorgen und vor Zell-Alterung schützen. Also keine Angst vor Avocados.

So einfach ist esHier geht es zu meiner „So einfach ist es-Suppe“. Viel Spaß dabei.

Zutaten (für 4 Personen):
1 Avocado
4 große Tomaten
1 Handvoll Basilikum
3 EL Olivenöl
Wildpflanzen-Salz
Schwarzer Pfeffer
eventuell Wasser

Zubereitung
1. Avocado halbieren, Kern entfernen, Fruchtfleisch mit einem Löffel heraus heben und in den Küchenmixer geben.

2. Tomaten vierteln und mit dem Basilikum dazu geben.

3. Alle Zutaten solange pürieren, bis die Suppe eine sämige Konsistenz hat. Sollte die Suppe zu dickflüssig sein, kann man vorsichtig etwas Wasser unterrühren. Aber ich mag gerne cremige Suppen.

4. Anschließend Olivenöl, Salz und Pfeffer dazu geben und kurz mixen.

So einfach ist es!

Ach, noch ein Tipp mit Avocado: wer den Geschmack von Ei mag, kann eine Avocado halbieren, den Kern entfernen und etwas „Kala Namak“ (Ayurvedisches Salz) auf die Avocadohälften streuen. Mit einem Teelöffel direkt aus der Schale essen. Schmeckt herrlich nach Ei.

Mehr Rezepte bekommst du regelmäßig beim Feinschmecker-Freitag entweder direkt im Blog oder im Newsletter.

Ich wünsche einen guten Appétit.

Aloha

Throwback-Thursday

Throwback-Thursday

Souvenirs, souvenirs

Mein Throwback-Thursday… nicht mal so lange her… in Ubud, Bali

Throwback-Thursday

 

 

 

Interview mit Lisa von Rohtopia

Mittwochs-Interview

Interview mit Lisa von Rohtopia

Diese Woche führt mich mein Interview mit Lisa von Rohtopia nach Kanada, wo sie die Webseite Rohtopia, eine zweisprachige Plattform für holistisches Lifestyle Design betreibt und dort frische Rezepte auf Pflanzenbasis, natürliche DIY Beauty & Körperpflege, öko-freundliche Ideen für chemie-freies Wohnen und geführte Meditationen zur Persönlichkeitsentfaltung bietet.

 

Lisa 445Lisa, du bist Österreicherin, wohnst aber seit ein paar Jahren in Kanada. Stell dich doch mal bitte meinen Lesern vor.

Hallo liebe Nelly! Ich bin ursprünglich aus Wien, lebe aber momentan teils in Kanada. Teils, weil ich normalerweise 2-3 Wintermonate am Meer verbringe um Freitauchen (Tauchen mit einem Atemzug) zu trainieren und außerdem für Workshops und Familienbesuch auch etwas Zeit in Europa verbringe.

Was hat dich dazu bewegt, auszuwandern?

Zumindest eine Zeit lang im Ausland zu leben war schon lange ein Traum für mich. Als sich 2007 beruflich die Möglichkeit bot, nach Australien zu gehen, habe ich nicht lange gezögert. Im Hinterkopf dachte ich immer, wenn es nichts ist, gehst Du eben wieder nach Wien. Mit dieser Einstellung traut man sich gleich mehr. Nach 4 Jahren in Australien wollte ich dann sehen, ob ich aus meinen Leidenschaften, der Rohkost, dem Freitauchen und ausserdem Yoga, auch einen Beruf machen könnte und habe gekündigt. Ich bin nach Thailand gezogen und habe dort die Ausbildung zum Freitauchlehrer gemacht. Dann bekam mein Partner ein Angebot in Kanada und ich zog mit ihm mit.

Ernährst du dich überwiegend von veganer Rohkost? Wenn ja, seit wann?

Früher bezeichnete ich mich gern als Beilagenesserin – plus Dessert. Fleisch stand nie oben auf meiner Liste. Dass es für “Salat und Früchte essen” eine Bezeichnung gibt, wusste ich damals gar nicht. 2008 machte ich aufgrund von Allergien und Ausschlägen eine 35 Tage Saftkur – erfolgreich, seitdem gab es nie wieder Probleme – und ernährte mich danach monatelang 100% roh vegan. Mittlerweile esse ich auch wieder Gekochtes. Es ist ganz interessant. Wenn es mir gut geht, werde ich schlampig und esse weniger “gut”. Dann geht es mir nach einiger Zeit natürlich nicht mehr so gut – die Haut ist weniger strahlend, die Nägel weniger stark, die Energie lässt nach – woraufhin ich automatisch wieder mehr Rohkost esse. Ich habe mit den Jahren gelernt, dass ich mir alles erlauben muss damit ich die richtige Wahl treffe – sobald ich mich einschränke, sehe ich nur noch alles was ich mir gerade nicht erlauben möchte. Sobald ich alles erlaube, ist es mir egal. Kurios, nicht wahr?

Ist deiner Meinung nach eine 100-prozentige Rohkosternährung erstrebenswert?

Wenn es einem gut tut, gerne. Wie bei allem 100%igen gibt es meiner Meinung nach dabei allerdings die Gefahr, sehr dogmatisch zu werden, und nichts anderes zulassen. Das halte ich für ungesünder als nicht 100% roh zu essen.

Welche Veränderungen hast Du psychisch und physisch durch die Rohkost festgestellt?

Der erste Effekt war, dass meine Hautausschläge, die davor mit Kortison-Steroiden unterdrückt wurden, nicht mehr kamen. Meine Haut wird von Rohkost strahlend schön, die Haare wachsen schneller, meine Energie ist unglaublich und meine Regeneration nach Sport rasant – ein Jahr nach der Saftkur bin ich einen Marathon gelaufen und hatte am nächsten Tag nur einen Muskelkater.
Psychisch – ich schwöre auf grüne Säfte und grüne Smoothies als Anti-Depressiva! Eine Portion grüne Energie hebt die Laune wie sonst wohl nur Verschreibpflichtiges!
Zu guter Letzt merke ich bei Rohkost Süssigkeiten dass mir ein paar wenige Stücke reichen, anstatt ein ganzer Riegel Schokolade oder eine Packung Kekse – und ich will auch nicht 10 Minuten später gleich das nächste Stück. Das soll was heißen, ich war immer eine ausgesprochene Naschkatze – heute gibt es Tage, da lässt mich Schokolade sogar komplette kalt!

Hattest du bei der Umstellung Entgiftungserscheinungen? Wenn ja, wie bist du damit umgegangen?

Da ich mit dem Saft-Fasten anfing, hatte ich danach keinerlei Probleme. Zu Beginn der Saftkur hatte ich auch ein paar Colon-Hydro-Termine und machte vor allem in der ersten Woche der Kur zu Hause Einläufe um meinen Körper beim Loslassen zu unterstützen.
Krass waren die Gelüste während der Saftkur. Die kamen teilweise im 5 Sekundentakt und gingen quer durch die Speisekarte – Semmelknödel waren besonders oft dabei. Ich schrieb mir alles auf und sagte mir, das kannst Du nach der Kur alles essen, läuft nichts davon. Das war ein beruhigendes Gefühl (lacht).

Welche Fehler werden aus deiner Sicht bei einer Rohkostumstellung oft gemacht?

Zuviel Nüsse und Trockenfrüchte, und zuwenig Grünzeug zu konsumieren. Alles durcheinander zu essen, dann Bauchweh zu haben und zu sagen, Rohkost sei Schuld.

Welche Mangelerscheinungen können bei einer 100-prozentigen Rohkosternährung auftreten?

Wenn die Ernährung einseitig ist, werden früher oder später immer Mangelerscheinungen auftreten, egal ob roh oder nicht. Bei Rohkost und veganer Ernährung heisst es oft, Proteine, Eisen oder B12 seien nicht in ausreichenden Mengen vorhanden. Nach vielen Recherchen im Internet habe ich folgende Aussagen entdeckt, die für mich plausibel klingen:

Eiweissmangel: dieser Glaube basiert auf der Annahme, dass Eiweiss nur in Tierprodukten enthalten ist. Das ist nicht korrekt – Spirulina hat mehr Eiweiss per 100g als ein Steak und kann vom menschlichen Körper besser verarbeitet werden. Nüsse und Samen sind ebenfalls reich an Protein oder, besser gesagt, Aminosäuren, denn darum geht es in Wirklichkeit. Interessanterweise nehmen laut den Ergebnissen verschiedener Studien auch Vegetarier im Schnitt mehr Eiweiß auf als notwendig wäre.

Eisen: Es stimmt zwar, dass Menschen die sich vegan oder vegetarisch ernähren, oft niedrigere Eisen-Werte als Alles-Esser haben, von Mangel kann man aber nicht öfter sprechen als auch bei Alles-Essern. Ja, auch Alles-Esser können Eisenmangel haben, und zwar aufgrund von schlechter Absorbierung der Nährstoffe im Darm. Wer sich wegen starker Monatsblutungen sorgt, dabei zuviel Eisen zu verlieren (tatsächlich der zweite Hauptgrund), dem kann ich empfehlen, Rohkost dennoch vor allem in den Tagen vor der Regel auszuprobieren da die Blutung üblicherweise viel leichter und auch schmerzfreier ist je besser man sich ernährt.
Ein zuviel an Eisen ist im Übrigen gar nicht vorteilhaft da es Diabetes und Krebs fördern kann.
Eisen findet sich in Pflanzen z.B. in Nüssen, Samen, Hülsenfrüchten, Hafer, Hirse, Amaranth, Quinoa und dunklem Blattgemüse, und wird vom Körper am besten in Kombination mit Vitamin C absorbiert – z.B. als Orangen- oder Zitronensaft im Salat-Dressing.

B12: B12 ist der einzige Nährstoff, den relativ viele Rohköstler und Veganer in Nahrungsergänzungsmitteln zu sich nehmen. Ein Vitamin-B12-Mangel entsteht in der Regel erst nach Jahren ungenügender Zufuhr oder Aufnahme des Vitamins – wer also mit Rohkost anfängt, nach einem halben Jahr einen Bluttest macht und b12 Mangel hat, der war höchstwahrscheinlich schon davor nahe am Mangel dran. Darum empfehle ich allen, die bei Rohkost Bedenken haben, oder sich einfach vorsorglich Gedanken machen, gleich zu Beginn einen Bluttest machen zu lassen. Nur so kann man wissen, wo man wirklich beginnt und vermeidet dadurch, vorschnell falsche Schlüsse zu ziehen.

Neben vegetarischer Ernährung zählen übrigens auch Alkoholismus (in welchem Ausmaß auch immer), das Alter und – mal wieder – chronische Erkrankungen des Verdauungstraktes wie Morbus Crohn, Zöliakie zu Risikofaktoren für B12-Mangel, sowie chirurgische Darmentfernung. Ausserdem benötigt der Körper zur Freisetzung von Vitamin B12 aus der Nahrung Magensäure. Wenn diese nicht ausreichend vorhanden ist, oder ihre Produktion durch Medikamente – z.B. Anti-Histaminika – gehemmt wurde, wird das B12 nicht absorbiert.
Aus diesem Grund gibt es B12 auch als Pflaster, Injektion und sublinguale Tropfen.

Was möchtest du Rohkost-Anfängern empfehlen?

Iss was Dir schmeckt. Zwinge Dich nicht z.B. zu Bananen nur weil das gerade Trend ist und andere damit erfolgreich scheinen. Zähle Nährstoffe statt Kalorien. Anstatt etwas zwanghaft wegzulassen, füge lieber erstmal Gutes hinzu. Dein Körper wird es Dir danken und nach und nach mehr davon wollen – und Du fühlst Dich niemals im Mangel, wie es bei “Diäten” üblich ist.

Hast du ein Rohkostlieblingsrezept? Wenn ja, welches?

Oh, vor dieser Frage fürchte ich mich immer! (lacht)
Mit den Jahren hat sich mein Geschmack auch geändert – Kaki mochte ich früher nie, mittlerweile liebe ich die Dinger.

Ein Rezept, das aber schon lange mit mir unterwegs ist, ist Chia Pudding, in verschiedenster Form.
1 Tasse frische Nussmilch
2 EL Kakao
2 Datteln oder 1.5 EL Kokosblütennektar oder Ahornsirup oder Stevia nach Geschmack
1 Prise Vanille
3 EL Chiasamen – ich gebe sie immer nach Gefühl hinzu

Nussmilch mit Kakao, Süssmittel und Vanille mixen.
Chiasamen einrühren.
20-30 Minuten quellen lassen.
Noch einmal umrühren.
Fertig.

Der Chia Pudding ist gekühlt 3 Tage haltbar.

Vervollständige bitte diese Sätze:

Rohkost ist für mich Freiheit
Für Rohkost würde ich gerne neben Nelly’s BistRoh wohnen
Außer Ernährung gehören für mich zum ganzheitlichen Wohlfühlen auch noch Bewegung, natürliche Pflege, persönliche Weiterentwicklung und ein generell entspannter Lebensstil.

Hast du ein persönliches Motto?

Du kannst das.

Vielen Dank für das Interview. Ich wünsche dir noch viel Erfolg bei deinem Vorhaben, den Menschen zum ganzheitlichen Wohlbefinden zu führen.

Liebe Nelly, vielen herzlichen Dank, dass ich hier sein durfte.

Lisa von Rohtopia

 

Montags-Motto

Montags-Motto

Wie in meinem Blog vom 1. Januar 2015 erwähnt, werde ich im zweiwöchigen Rhythmus mein Montags-Motto mit dir teilen.

Heute geht es hier um Vergleiche. Bringen dich Vergleiche mit anderen Menschen überhaupt weiter? Ich ertappe mich immer wieder dabei, mich mit anderen Menschen zu vergleichen. Es sind meistens Menschen, die, wie ich meine, erfolgreicher, glücklicher, kreativer oder interessanter sind, als ich.  Es ist ein großer Fehler, denn so werde ich nur unzufrieden mit mir, frustiert und kann meine Erfolge nicht genießen. Sich ständig (bewußt oder unbewußt) mit andere Menschen zu vergleichen, ist ein Energiefresser. Es bringt dir gar nichts, dennoch solltest du dich darüber nicht schämen. Es ist menschlich, sich mit anderen zu vergleichen und kann auch manchmal ein Ansporn sein, wenn du positiv damit umgehst.

Eigentlich kannst du dich gar nicht mit anderen vergleichen, denn du bist ein Unikat. Konzentriere dich lieber auf deine Stärken statt auf deine Schwächen, sei stolz auf dich und das, was dich ausmachst und was du bis jetzt im Leben geschafft hast.

Hier mein Montags-Motto heute speziell für dich: „Du findest das Glück, wenn du aufhörst, dich mit anderen Menschen zu vergleichen“.

Montags-MottoAloha!

Ein schöner Sonntag

Ein schöner Sonntag

Ein schöner Sonntag ist für mich in den Tag hinein leben, was letztes Jahr viel zu selten vorkam. Ein schöner Sonntag ist, mich mit Freunden zu treffen und ein paar Stunden zu entspannen, was ich mir für diese Jahr vorgenommen habe. Ein schöner Sonntag ist aber auch meine Gäste im BistRoh zu empfangen, Kursteilnehmer zu bewirten oder auf Messen nach neuen Produkte Ausschau zu halten.

Ich habe heute den freien Tag genutzt, um gleich in der Früh mein tägliches Workout zu machen. Kerstin von Kankunafit hat Anfang Januar ein Sport-Programm zusammengestellt (Blitz28) und ich bekomme jeden Tag in meinem Postfach einen Video mit dem Workout des Tages. Manchmal verfluche ich sie (wie heute zum Beispiel), manchmal geniesse ich das Workout. Mal schauen, was sie sich morgen für uns ausgedacht hat.

Anschließend ging es ans Ausmisten (ich liebe das englische Wort dafür: „decluttering“). In den letzten Monaten habe ich einfach alles aufgehoben, was ich noch lesen wollte, noch aufräumen wollte, noch sortieren wollte. Und was ist daraus geworden? Die Stapeln wurden höher, der Platz immer weniger und der Frust immer größer. Ich schäme mich für den Anblick aber ich denke, dass ich nicht die einzige bin, die ab und zu ein solches Chaos bei sich hat.

ein schöner Sonntag

Wie das Chaos auf meinem Schreibtisch, so war teilweise das Chaos in meinem Kopf.  Kein Platz für freie Gedanken und für neue Ideen. Stau auf der ganzen Linie. Der Tag hat zwar nicht gereicht, um alles in geordneten Bahnen zu bringen aber der Schreibtish ist leer geworden und das ist schon mal eine Befreiung. Ausmisten tut einfach der Seele gut.

Nach dem zweiten anstrengenden Teil des Tages (Workout und Ausmisten) habe ich mir eine Pause gegönnt und bin mit meinem Mann an den Rhein spazieren gegangen, um die paar Sonnenstrahlen bei klirrender Kälte zu genießen.

ein schöner Sonntag

Der Speyerer Dom sah im Hintergrund sehr gespenstig aus. Es hatte so eine Untergangsstimmung, obwohl die Sonne schien. Durchgefroren aber gestärkt von diesem Spaziergang gab es zum Abschluß noch eine leckere Matcha-Latte, die mir dann die notwendige Energie für den Rest des Tages gab.

ein schöner Sonntag

Ich habe einfach einen Teelöffel Matcha-Tee mit einem Glas Mandelmilch und eine Dattel in den Mixer gegeben, schäumig gemixt und mit einer Prise Zimtpulver verfeinert. Da hat sich aber mein Happy Buddha mit mir gefreut!

Und wie war dein Sonntag?

Aloha!

Faszien

Faszien

Seit geraumer Zeit schwirrt dieser Begriff „Faszien“ in der Fitnesswelt umher, obwohl die Trainingsmethode nach Joseph Pilates und die meisten östlichen Kampfkunstarten schon seit rund 80 Jahren für ein gesundes Faszialnetz sorgen.

Was sind Faszien?

Faszien sind wie ein großes Netz unter der Haut. Die meisten Leute kennen die Faszien unter dem Begriff „Bindegewebe“, wobei dieses Wort viel zu einschränkend ist.

Nicht nur das Bindegewebe zählt als Faszie, sondern, mikroskopisch gesehen, die Kapseln, Sehnen und Bänder.

Nicht nur die Muskeln sind mit Faszien umhüllt, sondern jede einzelne Muskelfaser.  Das gesamte Körpergerüst ist mit und durch Faszien verbunden.

FaszientrainingWie ist das Fasziengewebe?

Die Faszien sind keinesfalls fest und hart: dieses Netzwerk besteht zum größten Teil aus Wasser und Eiweiß und ist deshalb sehr elastisch.  Dieses Attribut ist das Geheimnis: diese Struktur verleiht dem Netz Länge und Beweglichkeit.

Ein weiterer,  faszinierender Punkt ist der sogenannte „Netz Aspekt“.  Faszien stellen unter dem Mikroskop eine Scherengitter Form dar.

Wenn der Körper unter einem dauerhaften Bewegungsmangel leidet, verfilzen und verkleben die Faszien. ==> Dadurch entstehen Blockaden, eine allgemeine Unbeweglichkeit oder sogar Faserrisse.

Je länger der Bewegungsmangel, oder je länger der Körper sich eindimensional bewegt, desto schwieriger wird es, ihn in Bewegung zu bringen. Denn dies ist nun oft mit Schmerzen verbunden.

Zusätzlich entsteht durch hohe, einseitige Belastung oder Bewegungsmangel Dehydration und dadurch werden die Faszien weniger elastisch und die Belastungs- und Regenerationsfähigkeit wird beeinträchtigt. Muskeln müssen übereinander gleiten können, gesunde  Faszien sorgen dafür.

Ferner, finden wir in den Faszien eine Unmenge an Sinnesrezeptoren.  Dies wiederum  bedeutet, dass bei einem gut funktionierenden Fasziensystem, bei dem die Faszien lang und elastisch sind, die Bewegungsqualität deutlich erhöht wird.

Spannung, Winkel, Position und Geschwindigkeit werden genauer abgestimmt, die Bewegungen werden fließender und kontrollierter, und das Verletzungsrisiko sinkt deutlich.

All dies sind Tatsachen, die die Wissenschaft in den letzen 10 bis 20 Jahre erst zur Kenntnis genommen hat. Joseph Pilates hat seine Trainingsmethode basierend auf dem Fasziengewebe entwickelt, ohne jemals davon gehört zu haben.

Durch die dreidimensionalen Bewegungsmuster, Drehungen, Impulse und die Länge wonach die meisten Pilatesübungen streben, werden die Faszien gepflegt und erneuert.  Man hat ein vollkommen neues Körpergefühl ohne Mystik oder teure Geräte.

Ein Wiedergeburt in wahrsten Sinn des Wortes …

Bring deine Faszien in Bewegung in der nachfolgenden 6-minütige Trainingseinheit. Viel Spaß dabei.

Deine Kerstin von Kankunafit

Faszien

 

Winterlicher Nüssli-Salat

Winterlicher Nüssli-Salat

Welche Freude heute morgen, als ich auf dem Markt einen wunderschönen knackigen dunkelgrünen Nüssli-Salat (besser bekannt als Feldsalat) entdeckt habe, um meinen winterlichen Nüssli-Salat vorzubereiten. Feldsalat überzeugt mit einem knackigem Biss und einem intensiven und würzigen Geschmack. In der Schweiz heißt er aus gutem Grund auch „Nüssli-Salat“, denn die ätherischen Öle in Feldsalat geben ihm tatsächlich ein nussartiges Aroma.

Von allen Gemüse- und Kräutersorten hat Feldsalat nach Petersilie den höchsten natürlichen Eisengehalt. Außerdem hat er mit 35 mg den höchsten Gehalt an Vitamin C pro 100 g aller Salatgemüse. Das enthaltene Provitamin A wirkt sich günstig auf Augen und Haut aus. Eine Besonderheit von Feldsalat sind außerdem die darin enthaltenen ätherischen Baldrian-Öle, die ihn zu einer echten Nervennahrung machen. Dazu trägt auch der beachtliche Gehalt an nerven- und muskelstärkendem Magnesium sowie Phosphor und Kalzium bei. Viele Zutaten für diesen raffinierten Salat, den du als Vorspeise oder Hauptgericht geniessen kannst, findest du im Online-Shop von RohKöstlich.

Winterlicher Nüssli-Salat

Winterlicher Nüssli-Salat:

Zutaten (für 4 Personen):

8 Egerlinge (braune Champignons)
200 g Feldsalat
50 g Walnüsse
3 EL Granatapfelkerne
2 EL Zedernüsse
1 rote Paprika
1 Orange
2 TL Tamari

Dressing:
Saft einer Orange
2 EL Kokosblütenessig
2 EL Olivenöl
1 TL Orangenöl
1 TL Senf (optional)
1/2 TL Wildpflanzensalz
Pfeffer

Dekoration:
1 Kaki (Sharonfrucht)

Zubereitung

1. Braune Champignons in dicke Scheiben schneiden und in Tamari und Pfeffer 1 Stunde marinieren.

2. Feldsalat gründlich putzen und in einer Salatschleuder trocknen.

3. Eine Orange vorsichtig schälen. Die weiße Haut soweit als möglich entfernen. Einzelne Filetstücke mit einem scharfen Messer heraustrennen.

4. Paprika in Streifen schneiden und mit den Granatapfelkerne, Orangenfilets, Zedernüsse und Walnüsse vorsichtig unter den Feldsalat mischen.

5. Ein Dressing aus Olivenöl, Orangenöl, Senf, Salz, Pfeffer, Kokosblütenessig und dem Orangensaft vorbereiten und mit der Feldsalatmischung vermengen.

6. Eine Platte mit der in Scheiben geschnittene Kaki belegen und den Salat darauf anrichten. Anschließend mit den abgetropften Champignonscheiben dekorieren.

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Bon Appétit!

Interview mit Kerstin von Kankunafit

Mittwochs-Interview

Interview mit Kerstin von Kankunafit

Mein erstes Interview mit Kerstin führt mich nach Speyer zu Kankunafit. Kerstin Fitzgibbons besitzt dort ein Mikro-Sportstudio. Ich trainiere dort seit September 2013 und fühle mich sehr gut aufgehoben. Kerstin sieht sofort, wo deine Schwächen sind und arbeitet konsequent mit dir. Außerdem kann sie sehr gut und behutsam deine Motivation „herauskitzeln“.

Kerstin Fitzgibbons

Kerstin, stell dich doch mal kurz vor.

Hallo Nelly, aber gerne doch!

Ich bin 42 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder im Alter von 20 und 9 Jahren. Vor 14 Jahren habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht, denn ursprünglich bin ich Übersetzerin und Fremdsprachenkorrespondentin und habe jahrelang in der Spracherziehung und –bildung in großen Unternehmen gearbeitet.

Im Jahr 2000 trat der Wunsch dann in den Vordergrund, dass ich den Menschen noch mehr vermitteln möchte und das Thema Fitness und Ernährung trat in den Vordergrund.

Also machte ich unzählige Ausbildungen zum Thema Pilates, denn das hatte ich in den USA kennengelernt und diese Form der Bewegung hat mich sofort fasziniert. Denn bei Pilates geht es nicht um „gut aussehen“ oder „große Muckis“. Länge, Ausrichtung, Haltung und Körperbewusstsein stehen im Vordergrund. Und so begann ich 2003 mit meinem ersten Pilateskurs bei der Volkshochschule in Hockenheim. Die Damen trainieren übrigens heute immer noch bei uns.

Du bist seit 2003 Geschäftsführerin und Inhaberin eines Pilates Studio und trainierst in deinem zweiten Studio in Speyer seit Mai 2014 Kunden auf mittlerweile 160 qm Trainingsfläche. Dort bietest du außer Pilates, noch Personal Training, Group Fitness, Cross Training, Sling, Allegro Reformer und Massagen an. Glaubst du, dass deine Ernährung bei diesem Arbeitspensum eine große Rolle spielt?

Oh ja, definitiv. Mein Tag beginnt morgens um 5:30 Uhr und endet gegen 22:30 und dazwischen liegen bis zu 6 Kursen, 4-6 Personal Trainings und Massagetermine. Wenig Pausen und sehr viel Bewegung, da brauche ich Energie.

Vor 11 Jahren hörte ich auf Fleisch zu essen und seit 2 Jahren ernähre ich mich vegan mit relativ hohem Anteil an Rohkost.

Zucker habe ich schon lange von meinem Speiseplan gestrichen und auch Getreideprodukte weichen immer mehr aus meinem Leben. Ich merke wie mir eine Portion Vollkornnudeln eher Energie raubt, als mir welche zu geben. Ein Teller Zucchinispaghetti dagegen reicht mir für mein Power Abendprogramm und ich fühle mich nicht schwer und müde.

Du ernährst dich vegan mit viel Anteil an Rohkost. Welche Veränderungen hast Du psychisch und physisch durch die Rohkost festgestellt?

Ich strotze vor Energie, wie gesagt, mein Beruf dreht sich um Bewegung, ich bin immer in Bewegung, liebe meine Arbeit.

Ich wache morgens ohne Wecker früh auf und kann sofort durchstarten, im Gegensatz zu früher, wo ich mich aus dem Bett gequält habe.

Ich bin ausgeglichen, habe großen Spaß an allem was ich tue und bin viel zufriedener als früher. Ich fühle mich rundum wohl und liebe es die Nahrung für mich und meine Familie zuzubereiten.
Welche Fehler werden bei einer Rohkostumstellung oft gemacht?

Ich glaube, dass viele, die auf Rohkost umstellen, erst mal zu viel essen und vor allen Dingen zu viel Obst bzw. Flüssignahrung (in Form von Smoothies) zu sich nehmen. Diese Form der Rohkosternährung bringt wenig Energie.

Und viele beschäftigen sich nicht mit dem Thema, denn es ist nicht so einfach, wie man glaubt. Wer sich ausgewogen ernähren möchte, egal in welcher Form, sollte sich mit der Ernährungsform intensivbeschäftigen.

Du liebst es, Menschen zur Bewegung und bewussten Ernährung zu animieren. Wie gehst du das Thema Ernährung an?

Viele Kunden kommen von selbst und fragen mich nach Ernährungstipps und dann gebe ich bereitwillig Auskunft, führe Anamnesen, erstelle Ernährungspläne, damit eine Umstellung auf ausgewogene Kost vernünftig angegangen wird. Die Menschen sind dankbar, da ich Ihnen den Weg pflastere, den sie dann gehen können.

Welche Vorteile bietet die Ernährung mit Rohkost für Sportler?

Eine vielseitige und abwechslungsreiche Ernährung ist erst einmal das Wichtigste für den Sportler, denn sportliche Leistungen, Ausdauer aber auch die Regenerationsfähigkeit und die Verletzungsanfälligkeit sind abhängig von der Ernährung.

Allerdings benötigt der Sportler ein umfassendes Ernährungswissen, um mit der veganen Rohkost ausreichend Energie für das Training zu bekommen.

Die großen Vorteile der Rohkost für den Sportler sind, dass

  1. Aminosäuren und Fettsäuren in der ursprünglichen Form erhalten bleiben
  2. Die Nährstoffaufnahme schneller ist, da die Nahrung nicht denaturiert ist
  3. die Nahrung eine kurze Verweildauer im Darm hat

Dadurch erreichen wir eine hohe Leistungsfähigkeit.

Was möchtest du Rohkost-Anfänger empfehlen?

Beschäftige Dich erst einmal mit dem Thema Ernährung im Allgemeinen. Beschäftige Dich mit Deinem Körper, werde Dir bewusst, was Du wirklich möchtest, warum möchtest Du Rohköstler werden. Was braucht Dein Körper, denn jeder Mensch ist ein Individuum und was für mich gut ist, muss nicht für Dich stimmig sein.

Wie gesagt, einfach zu sagen, ab heute esse ich Rohkost, ohne sich genauer damit zu beschäftigen, ohne Hintergrundwissen, wird garantiert scheitern.

Baue anfangs eine Mahlzeit in den Tag oder sogar erst einmal in die Woche ein, wenn es Dir guttut, dann steigere es und erhöhe so langsam den Rohkostanteil. Verurteile Dich nicht, wenn es mal nicht so klappt. Sei dankbar, dass Du Dir Deine Nahrung aussuchen kannst.

Hast du ein Rohkostlieblingsrezept? Wenn ja, welches?

Wraps gefüllt mit gaaaaanz viel Gemüse und Cashewcreme und gefüllte Champignons

Du bist unter anderem Referentin bei dem Weiterbildungsangebot der IHK Ludwigshafen „Fachberater für Rohkosternährung (IHK)“. Was möchtest du den Teilnehmern auf dem Weg geben.

Ich freue mich, dass so viele begeistert bei dieser Ausbildung dabei sind, denn ich weiß, dass alle diese Teilnehmer ihr Wissen, wieder an andere Menschen weitergeben und dass wir somit noch mehr Menschen erreichen können.

Denn darum geht es, Menschen zu begleiten, Menschen zu helfen. Wir haben das Privileg den Menschen etwas Großartiges nahezubringen und für sie da zu sein. Nutzen wir es!

Vervollständige bitte diese Sätze:

Rohkost ist für mich pure Energie

Für Rohkost würde ich gerne mal nach Bali oder Hawaii fliegen

Außer Ernährung spielt Sport eine große Rolle in meinem Leben

Hast du ein persönliches Motto?

Stopworrying, startlivingandbetruetoyourself!

Vielen Dank für das Interview. Ich freue mich, dass ich dich als Gastbloggerin gewinnen konnte. Du wirst auf meinen Blog (www.rohkoestlich.com) zweimal im Monat beim Sport-Samstag Tipps zum Training, Sportübungen und Kurzvideos für meine Leser zum Besten geben.

Sonntagsspaziergang

Sonntagsspaziergang

Es gibt nichts schöneres als ein Sonntagsspaziergang im tropischen Paradies. Laut Duden ist ein Spaziergang ein Gang zur Erholung, zum Vergnügen. Recht hatte er, Herr Duden, als er die Bedeutung des Wortes erläuterte. Dieser erster Sonntagsspaziergang im neuen Jahr war für mich ein wahres Vergnügen, als ich an diesem Morgen an meinem Lieblingsplatz in Candidasa, Bali, eintraf.

Sonntagsspaziergang

Ich möchte es aber nicht versäumen, dir dieses traumhafte Frühstück zu präsentieren, das ich vor dem Spaziergang aus meinen Lieblingsfrüchten zusammengestellt habe. Mein letztes Sonntagsfrühstück auf Bali für dieses Jahr, denn in zwei Tagen geht  es zurück ins winterliche Deutschland.

Sonntagsspaziergang

Ich verlasse Bali mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Weinend, weil ich hier wunderbare Menschen kennen gelernt habe, die ich ihrem teilweise traurigen Schicksal verlassen muss, lachend, weil ich den Kopf voller Inspirationen, neue Ideen, neue Projekte, wunderschöne Erinnerungen habe und… ich weiß, dass ich wieder kommen werde.

Ein Bericht zu meiner ersten Bali-Erfahrung folgt in Kürze.

Aloha!