RohKöstlich Blog ~ Rund um die Rohkost




Tag-Archiv für 'nama Shoyu'

Noch bis 24. Juni erhältlich…

… ja der Spargel hat leider eine kurze Lebenszeit.

Dies ist ein Grund dafür, dieses königliche Gemüse, den Spargel im Moment so oft zu genießen, wie es geht. Ich habe in meinem Rohkost-Atelier ein bißchen experimentiert und biete Ihnen heute zwei Rezepte an.

Aus Frankreich habe ich violette Spargeln mitgebracht (meine Lieblingssorte) und habe sie vorbereitet, wie meine Mutter sie früher gemacht hat (allerdings in gekochtem Zustand): asperges à la vinaigrette. Ein ganz einfaches Rezept:

Spargeln schälen und diese über Nacht in einer Vinaigrette marinieren. Dadurch werden sie weicher. Wer nicht so viel Zeit aufbringen möchte, kann sie auch nur zwei bis drei Stunden marinieren. Sie sind dann entsprechend bissfester.

Die Vinaigrette besteht aus folgenden Zutaten (keine besondere Mengenangaben, ja nach Menge der Spargeln – die Vinaigrette hält sich ein paar Tage im Kühlschrank): Olivenöl, etwas Zitronensaft, Kräuter der Provence, Wildpflanzensalz, Pfeffer, etwas Chili. Alles gut vermengen und über die Spargeln geben.

Legen Sie nun eine handvoll Spargeln dekorativ auf einem Teller und verzieren Sie diese mit Cocktail-Tomaten, schwarze Oliven, Saubohnen oder frischen Erbsen. Wer es mag, kann Edel-Hefeflocken über das Gericht streuen. Bon Appétit!

In Deutschland wird überwiegend weißer Spargel gegessen. Sehr beliebt ist hierzulande “Spargeln mit  Sauce Hollandaise”. Ich habe eine Sauce “Rohlandaise” gezaubert, die auch Nicht-Rohköstler mundet – so kann man sie leichter überzeugen, dass Rohkost auch schmecken kann :-)

Für dieses Rezept habe ich zusätzlich noch Kerbel und zarte Mairübchen verwendet. Ich habe vor ein paar Wochen die Mairübchen entdeckt, die ich bisher nicht kannte und war total begeistert. Sie ähneln der französischen Navet, sind aber viel zärter und feiner im Geschmack.  Sie sind eng verwandt mit dem Teltower Rübchen.

Für die Sauce Rohlandaise habe ich als Basis Mandelpüree benutzt. Hier ist das Rezept:

Nachdem die geschälten Spargeln über Nacht in eine Tasse Orangensaft mariniert wurden, den Orangensaft für die Sauce aufheben. Die Mairübchen fein schälen und mit dem Julienne Slicer zu breiten Schleifen schneiden.

Zutaten:
Saft einer Orange (Marinade für die Spargel)
2 EL Mandelpüree
1 TL Nama Shoyu
2 EL Wasser
1 EL Senf Ihrer Wahl (wer kein Senf mag, kann ihn weglassen)
1/2 TL Wildpflanzensalz
1/2 TL Orangencurry (normaler Curry geht auch)
1 Prise Pfeffer

Alle Zutaten in einem Mixer geben und solange vermischen, bis die Sauce cremig wird.  Die Spargeln auf ein Mairübchenbett anrichten, die Sauce darüber geben und mit frischem Kerbel dekorieren. Guten Appétit.

Nutzen Sie jetzt den Frühsommer! Essen Sie Spargeln, denn sie sind sehr gesund. Allerdings – wenn Sie zu Nierensteinen neigen oder höhere Harnsäurewerte im Blut haben -  sollten Sie damit vorsichtig sein, da durch Spargeln möglicherweise Gichtanfälle ausgelöst werden.

Aloha!

Kelp or not Kelp?

Kennen Sie Kelp-Nudeln?

Ich bin über einen Internet-Shop in USA auf dieses Produkt aufmerksam geworden und war neugierig, wie diese rohen Nudeln wohl schmecken mögen. Als endlich das Produkt aus Amerika kam und ich den Beutel öffnete, wusste ich, dass ich meine Gelüste auf Pasta-Gerichte in Zukunft damit befriedigen kann. Ich war so begeistert, dass ich sie in meinem Online-Shop aufgenommen habe.

Kelp-Nudeln sind genau das, was der Name verspricht: lange Nudeln aus Meeresgemüse. Sie werden aus „Kelp“ (eine Braunalge, die vor allem wegen ihres hohen natürlichen Jodgehaltes geschätzt wird), Natriumalginat (Natriumsalz der Alginsäure – Bestandteil der Zellwände einiger Braunalgenarten) und Wasser hergestellt. Auf Rückfrage beim Hersteller wurde mir versichert, dass diese Nudeln der Rohkost-Qualität entsprechen und nicht über 42 Grad Celsius behandelt worden sind.

Kelp-Nudeln sind sehr kalorienarm, glutenfrei, haben einen niedrigen Gehalt an Kohlenhydraten und bieten viel Calcium und Eisen. Da der Geschmack relativ neutral ist, eignet sich jede Sauce dazu, sei es Vinaigrette, Pesto, eine Champignon- oder Tomatensoße. Sehr gut schmecken sie auch mit einer asiatischen Sauce.

Die seltsame Textur ist eher schwer zu beschreiben. Die Nudeln sind am Anfang eher knusprig, werden aber durch Einweichen zum Beispiel in Nama Shoyu oder mit einer Sauce eher weich. Sie sind einfach zu zubereiten: wässern und klar spülen, Sauce drüber, fertig. Guten Appetit!

Kelp-Nudeln sollen natürlich nicht Hauptbestandteil der Ernährung sein. Es sollte, wie alles, in Maßen gegessen werden. Es soll aber dem Nicht-Rohköstler oder dem Anfänger helfen, seine Gelüste auf Nudelgerichte zu befriedigen. Besser ist es natürlich immer noch, sich von naturbelassenen, undenaturierten LEBENsmittel zu ernähren. Aber ab und zu tut ein solcher „Nudel“-Teller gut und man bleibt trotzdem bei der Rohkost-Qualität. Nutzen Sie Ihre Kreativität und erleben Sie ein neues Abenteuer.

Aloha!




 
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