RohKöstlich Blog ~ Rund um die Rohkost




Kelp or not Kelp?

Kennen Sie Kelp-Nudeln?

Ich bin über einen Internet-Shop in USA auf dieses Produkt aufmerksam geworden und war neugierig, wie diese rohen Nudeln wohl schmecken mögen. Als endlich das Produkt aus Amerika kam und ich den Beutel öffnete, wusste ich, dass ich meine Gelüste auf Pasta-Gerichte in Zukunft damit befriedigen kann. Ich war so begeistert, dass ich sie in meinem Online-Shop aufgenommen habe.

Kelp-Nudeln sind genau das, was der Name verspricht: lange Nudeln aus Meeresgemüse. Sie werden aus „Kelp“ (eine Braunalge, die vor allem wegen ihres hohen natürlichen Jodgehaltes geschätzt wird), Natriumalginat (Natriumsalz der Alginsäure – Bestandteil der Zellwände einiger Braunalgenarten) und Wasser hergestellt. Auf Rückfrage beim Hersteller wurde mir versichert, dass diese Nudeln der Rohkost-Qualität entsprechen und nicht über 42 Grad Celsius behandelt worden sind.

Kelp-Nudeln sind sehr kalorienarm, glutenfrei, haben einen niedrigen Gehalt an Kohlenhydraten und bieten viel Calcium und Eisen. Da der Geschmack relativ neutral ist, eignet sich jede Sauce dazu, sei es Vinaigrette, Pesto, eine Champignon- oder Tomatensoße. Sehr gut schmecken sie auch mit einer asiatischen Sauce.

Die seltsame Textur ist eher schwer zu beschreiben. Die Nudeln sind am Anfang eher knusprig, werden aber durch Einweichen zum Beispiel in Nama Shoyu oder mit einer Sauce eher weich. Sie sind einfach zu zubereiten: wässern und klar spülen, Sauce drüber, fertig. Guten Appetit!

Kelp-Nudeln sollen natürlich nicht Hauptbestandteil der Ernährung sein. Es sollte, wie alles, in Maßen gegessen werden. Es soll aber dem Nicht-Rohköstler oder dem Anfänger helfen, seine Gelüste auf Nudelgerichte zu befriedigen. Besser ist es natürlich immer noch, sich von naturbelassenen, undenaturierten LEBENsmittel zu ernähren. Aber ab und zu tut ein solcher „Nudel“-Teller gut und man bleibt trotzdem bei der Rohkost-Qualität. Nutzen Sie Ihre Kreativität und erleben Sie ein neues Abenteuer.

Aloha!

Raw-Potlucks in every Town!

Die Potluck-Welle ist nicht aufzuhalten!

Als ich 2008 angefangen habe, Roh-Potlucks zu organisieren, war die deutsche Landschaft mit solchen Treffen schwach übersät. Diese Treffen werden immer beliebter und der Kreis der Teilnehmer immer größer.

Potluck ist ein Begriff aus den USA und Kanada, der wörtlich übersetzt “Topfglück” heißt, also frei interpretiert „es wird gegessen was auf den Tisch kommt“. Gemäß einem landesüblichen Brauchtum bringt bei einer Zusammenkunft von Bekannten (aber auch in Kirchengemeinden, Sportvereinen oder anderen Gruppen) jeder eine Speise mit, die für mehrere Teilnehmer reicht und dann mit allen geteilt wird. So entsteht ein mehrgängiges Buffet erlesener Delikatessen. Je größer die Gruppe, desto vielfältiger die Auswahl. Rohkost-Liebhaber treffen sich oft in den USA und Großbritannien zu solchen „Roh-Potlucks“.

Seit Anfang des Jahres hat sich Heike Michaelsen von GermanyGoesRaw zur Aufgabe gemacht, alle Potlucks in Deutschland zu registrieren und in einer Datenbank zusammen zu stellen, die Sie auf ihrer Seite einsehen können. GermanyGoesRaw hat sich zum Ziel gesetzt, in allen deutschen Großstädten (81!) einen Roh-Potluck zu initiieren. Außerdem werden Interessierten mit Infoflyer unterstützt, die dort herunter geladen werden können.

Was halten Sie von dieser Idee? Wäre es für Sie eine Möglichkeit, Gleichgesinnte zu treffen und vegane Rohkost-Gerichte zu genießen, Rezepte auszutauschen, über die Vorteile der Rohkosternährung zu sprechen, sich über Gesundheit und andere interessante Themen auszutauschen? Wer nicht selber Rohköstler ist, möchte aber die Rohkost näher kennen lernen, ist herzlich willkommen. Wir sind keine Dogmaten und versuchen nicht irgend jemand zur Rohkost zu bekehren. Unser Ziel ist es, mit Spaß an der Freude, diese Art der Ernährung, frisch, vital und köstlich, gesellschaftsfähig zu machen.

Während der nächsten Rohvolution in Berlin (27.-28. März) werde ich an meinem Stand „RohKöstlich“, in Zusammenarbeit mit Heike Michaelsen, eine Liste auslegen, in der Initiatoren und Interessenten ihre Email-Adresse eintragen können. Anschließend wird eine Art “Anleitung” an den Initiator der jeweiligen Großstadt-Gruppe gesendet und die Email-Adressen weiterer Interessenten seiner Stadt werden ihm mitgeteilt.

Wer sich also in seiner Stadt mit vielen Rohkost-Interessierten auf einen netten Raw Potluck oder eine schöne Raw-DVD-Night treffen möchte, soll sich entweder bei GermanyGoesRaw(at)web.de melden oder an meinem Stand auf der Messe Rohvolution in Berlin kommen und sich dort eintragen.


Zu guter Letzt: Raw-Potlucks kann man bereits ab 2 Personen starten! Im Frühling, Sommer, Herbst kann man die Raw-Potlucks auch einfach nach draußen verlegen, z.B. in Kombination mit einer Wildkräuter-Wanderung oder als Raw-Picknick.

Und nicht vergessen: am 10.10.10. ist Potluck-Marathon zum Weltrohkosttag. Stefan Hiene, Initiator des Weltrohkosttages, legt an diesem Tag den Schwerpunkt auf Roh-Potlucks. Es wird ein Potluck-Marathon rund um die Welt stattfinden. Laden auch Sie in Ihrer Stadt zu einem Roh-Potluck ein, so dass in Deutschland eine große Potluck-Welle ausgelöst wird.

Aloha!

7 Tage, die mein Leben bewegten

Frisch und energiegeladen durch die Keimling-Vitalwoche

Voller Erwartung fuhr ich Anfang März in die Lüneburger Heide, um an der Keimling Vital-Woche teilzunehmen. Eins kann ich vorab sagen: meine Erwartungen wurden nicht getroffen… sie wurden übertroffen.

Durch diese Woche führte Peter Dreverhoff mit großem Wissen, angenehmer Zurückhaltung und mit einer gesunden Portion an Motivation. Diese benötigten wir am Anfang, um morgens bei Minus-Temperaturen durch den Schnee, das Nordic Walking-Programm durchzuführen.

Auch das „kleine“ Frühstück (Heilerde und Cassia) war für manchen Teilnehmer am Anfang eine Überwindung, die sich aber im Laufe der Woche legte. Heilerde dient dazu, Gifte im Körper zu binden und die Cassia Fistula, unterstützt die Entgiftung des Organismus und hilft beim Ausscheiden.

Peter erklärte am Anfang, wie man satt wird und ein Maximum an Nährstoffe zu sich nimmt, wenn man mit allen seinen Sinnen isst. Alle Teilnehmer haben wieder gelernt, ursprüngliches, undenaturiertes LEBENsmittel zu schmecken.

Es war eine tolle Erfahrung. Durch sensitives Essen merkt der Körper sofort, wenn er genug von einem Lebensmittel hat, indem er eine natürliche Sperre einbaut. Es schmeckt nicht mehr so gut, die Lippen können dick werden, die Zunge brennen oder der Hals fängt an zu kratzen. So wehrt sich der Körper gegen einen Überfluss. Dies funktioniert aber nur, wenn die rohe Nahrung für sich und ungewürzt gegessen wird. Bei der gemischten Kochkost entfällt diese Sperre, da der Körper die einzelnen Elemente nicht auseinander halten kann. Deswegen geschieht es oft, dass die Leute sich überessen und so an Gewicht zunehmen.

Morgens ging es mit voller Energie und gestärkt vom „kleinen“ Frühstück ;) und nach einer Viertelstunde „Aufwach“-Gymnastik, eine Stunde mit den Nordic Walking-Stöcken durch die Schnee bedeckte Lüneburger Heide. Nach der Rückkehr wartete ein reich bedecktes Obst-Büffet, das täglich eine neue tropische Frucht als Hauptdarsteller hatte. So lernten die Teilnehmer im Laufe der Woche verschiedene Ananassorten, Grapefruits, Mangos, granatapfel, Papayas und viele andere Obstsorten kennen.

Nach dem Frühstück gab es jeden Tag eine Wanderung bis zu 12 Kilometer durch die Winterlandschaft der Lüneburger Heide (super Erlebnis!). Die Nachmittage standen zur freien Verfügung (wobei man sich bei Massagen, Sauna, basischen Fußbäder oder Lesen die freie Zeit gestalten konnte).

Am frühen Abend folgte man dem Ruf der Rohkost-Werkstatt, in der Peter Dreverhoff mit Tipps und Tricks in die Geheimnisse der verschiedenen Geräte und unterschiedlichen Rezepte einweihte. Es folgte ein lukullisches Büffet mit Ölfrüchten und Gemüse. Den Abschluss des Tages bildete ein Vortrag von Peter über verschiedene Gesundheitsfragen.

Die kulinarischen Köstlichkeiten der Natur gepaart mit netten Gesprächen mit vielen interessanten Menschen in entspannter Atmosphäre und viele Informationen haben aus dieser Woche einen unvergesslichen Urlaub gemacht, den man sich ab und zu gönnen sollte und den ich nur empfehlen kann.

Frisch und voller Energie konnte ich mich anschließend in die Vorbereitungen zur nächsten Messe Rohvolution in Berlin (27.-28. März) stürzen. Vergessen Sie nicht! Wenn Sie mich an meinem Stand besuchen und das Kennwort “Kelp” nennen, erhalten Sie dort eine kleines Präsent und Informationen und Kostproben zu unseren neuesten Rohkost-Produkten.

Aloha!




 
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